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PISA-Schock: Deutsche Schüler sind dumm



Nach der diesjährigen PISA-Studie haben wir es schwarz auf weiß: Das Niveau an unseren Schulen sinkt, unsere LehrerInnen sind überlastet, die deutsche Bildungspolitik steht unter Zugzwang. Ob Deutsch, Mathematik oder Naturwissenschaften – Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab, wie noch nie.

Sind unsere Kinder also dumm?

In unserer heutigen Gesellschaft, in der Leistung und Erfolg oft über allem stehen, scheint es, als würden unsere Schüler immer weniger leisten und immer weniger erfolgreich sein. Doch liegt das wirklich an ihrer Intelligenz oder steckt mehr dahinter?


Ein entscheidender Faktor ist das sogenannte Mindset, also die Denkweise und Einstellung eines Menschen. Carol Dweck, eine renommierte Psychologin, hat hierzu bahnbrechende Forschungsergebnisse geliefert. Sie unterscheidet zwischen einem fixen und einem Wachstums-Mindset.


Das fixe Mindset geht davon aus, dass Intelligenz und Fähigkeiten angeboren sind und sich nicht verändern lassen. Schüler mit diesem Mindset glauben, dass sie entweder klug sind oder nicht, und dass Anstrengung keinen Einfluss auf ihre Leistung hat. Sie meiden Herausforderungen aus Angst zu scheitern und geben schnell auf.


Im Gegensatz dazu steht das Wachstums-Mindset. Hier wird davon ausgegangen, dass Intelligenz und Fähigkeiten durch Anstrengung und Lernen entwickelt werden können. Schüler mit diesem Mindset sehen Herausforderungen als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung und geben nicht so schnell auf. Sie verstehen Fehler als Teil des Lernprozesses und nutzen Feedback konstruktiv.


Die Frage ist nun: Welches Mindset haben unsere Kinder? Und wie können wir sie dabei unterstützen, ein Wachstums-Mindset zu entwickeln?


Leider zeigt die Realität, dass viele Kinder und Jugendliche ein fixes Mindset haben. Sie glauben, dass ihre Intelligenz und Fähigkeiten festgelegt sind und sich nicht verändern lassen. Dies führt dazu, dass sie Herausforderungen meiden und schnell frustriert aufgeben.


Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen spielt das Bildungssystem eine Rolle. Oft werden Kinder nach ihren Leistungen bewertet und in Schubladen gesteckt. Dies kann dazu führen, dass sie glauben, entweder klug oder dumm zu sein, ohne die Möglichkeit zur Veränderung.


Auch das Umfeld der Kinder hat Einfluss auf ihr Mindset. Eltern und Lehrer können durch ihre Aussagen und ihr Verhalten unbewusst ein fixes Mindset fördern. Aussagen wie "Du bist so schlau" oder "Das kannst Du nicht" kann dazu führen, dass Kinder denken, ihre Intelligenz sei angeboren und nicht veränderbar.


Das deutsche Schulsystem ist stark veraltet. Uns muss bewusst sein, dass Änderungen erfahrungsgemäß nicht von heute auf morgen passieren sondern leider viel Zeit brauchen. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen aber JETZT Hilfe. Es ist daher wichtig, dass wir als Gesellschaft umdenken.


Ein starkes und gesundes Mindset ist entscheidend für die persönliche Entwicklung und den Erfolg im Leben. Als Eltern, Lehrer und Coaches haben wir die Möglichkeit, unsere Kinder dabei zu unterstützen, ein Wachstums-Mindset zu entwickeln.


Hier sind einige Tipps:


Lobe den Einsatz, nicht das Ergebnis: Anstatt Dein Kind nur für gute Noten oder Erfolge zu loben, konzentriere Dich auf den Aufwand und die Anstrengung, die es investiert hat. Lobe beispielsweise den Fleiß, die Ausdauer und die Bereitschaft, neue Dinge auszuprobieren. Dadurch wird Dein Kind verstehen, dass Anstrengung und Lernen wichtiger sind als das Endergebnis.


Ermutige zur Herausforderung: Kinder mit einem Wachstums-Mindset sehen Herausforderungen als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung. Ermutige Dein Kind dazu, sich neuen Aufgaben zu stellen und aus seiner Komfortzone herauszutreten. Hilf ihm dabei, seine Ängste zu überwinden und unterstütze es bei der Bewältigung von Schwierigkeiten.


Fördere eine positive Fehlerkultur: Fehler gehören zum Lernprozess dazu. Zeige Deinem Kind, dass Fehler normal sind und dass sie eine Gelegenheit bieten, daraus zu lernen. Besprich gemeinsam mit Deinem Kind, was es aus einem Fehler gelernt hat und wie es in Zukunft anders vorgehen kann. Indem Du Fehler als Teil des Lernens akzeptierst und wertschätzt, hilfst Du Deinem Kind, ein gesundes Verhältnis zu Fehlern aufzubauen.


Setze realistische Ziele: Unterstütze Dein Kind dabei, realistische und erreichbare Ziele zu setzen. Gemeinsam könnt ihr einen Plan entwickeln, wie es diese Ziele erreichen kann. Durch das Erreichen kleinerer Etappenziele wird Dein Kind motiviert und erhält ein Gefühl der Erfüllung. Dies stärkt sein Selbstvertrauen und fördert das Wachstums-Mindset.


Vorbild sein: Kinder lernen am besten durch Beobachtung und Nachahmung. Zeige Deinem Kind, dass auch Du ein Wachstums-Mindset hast, indem Du selbst Herausforderungen annimmst, aus Fehlern lernst und dich kontinuierlich weiterentwickelst. Sprich offen über Ihre eigene Erfahrungen und wie Du mit Schwierigkeiten umgegangen bist. Dadurch wird Dein Kind sehen, dass ein Wachstums-Mindset eine positive Einstellung zum Leben ist.


Geduld haben: Die Entwicklung eines Wachstums-Mindsets braucht Zeit und Übung. Sei geduldig mit Deinem Kind und unterstütze es kontinuierlich auf diesem Weg. Gib ihm Raum für Fehler und ermutige es immer wieder dazu, neue Dinge auszuprobieren.

Gerne helfe ich Dir mit meinen kostenlosen Beiträgen auf Social Media, im Podcast und natürlich besonders im Power Your Mind Club, selbst auch dran zu bleiben. Ich freue mich, wenn Du meine Kanäle likest und abonnierst. So verpasst Du nichts und machst gleichzeitig andere Menschen auf diese wichtigen Themen aufmerksam.


Indem Du als Elternteil, Lehrer oder Coach Deine Kinder dabei unterstützt, ein Wachstums-Mindset aufzubauen, legst Du den Grundstein für eine positive Einstellung zum Lernen und zur persönlichen Entwicklung.

Dieses wird Deinen Kindern helfen, Herausforderungen anzunehmen, aus Fehlern zu lernen und ihr volles Potenzial zu entfalten.


Deine Dania

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